Autor: Bernd Trautwein

In der Krise kannst Du erkennen, wer Du bist

Mensch im Spiegel - Illustration

Zusammenfassung: Krisen machen sichtbar, wie wir unter Druck reagieren: mit mehr Arbeit, Angst, Rückzug oder Analyse. Diese Muster können kurzfristig helfen, langfristig aber auch Entscheidungen und Zusammenarbeit erschweren. Wer die eigenen Reaktionen erkennt und reflektiert, gewinnt neue Handlungsoptionen – für sich selbst und für das Unternehmen.


IIn Zeiten, in denen es härter ist, Aufträge zu gewinnen, die gewohnte Profitabilität zu erwirtschaften und Jahresziele zu erreichen, kann beobachtet werden, welche Stressmuster bei Menschen wirken. In meiner Berufslaufbahn und bei meinen eigenen Mustern konnte ich etliche Typen kennenlernen.

Wenn Druck zu noch mehr Leistung führt

Typus „Wenn es eng wird, arbeite ich noch viel mehr – damit habe ich meine Probleme immer noch gelöst“ geht in den Krisenmodus, was sich im Hinblick auf die Jahresziele und die gewohnten Muster gut anfühlt.

Erwartet wird dann, dass das Team mitzieht. Das kann Kampfgeist, Wir-Gefühl und Selbstbewusstsein stärken, aber auch ungünstige Muster verstärken und Ressourcen von Menschen belasten, die anders mit Druck umgehen.

Wenn wir das überstanden haben, denken wir nach, was wir ändern.

Wenn die Angst übernimmt

Typus „Ich habe Angst, dass ich alles verliere“ läuft entweder in Panik herum oder leidet still im Innern, da „ich Dinge lieber mit mir selbst ausmache“.

Auch die Muster dieses Typus vermeiden oft die kritische Auseinandersetzung mit der Zukunft. Das stille Verarbeiten birgt das Risiko, dass ungünstige Muster sogar verstärkt werden.

Wenn Analyse Sicherheit schaffen soll

Der Typus „Ich analysiere“ schaut sich an, was an den Problemen aus der Umwelt, das heißt aus veränderten Marktbedingungen und der allgemeinen Stimmung, und was hausgemachte Themen innerhalb der eigenen Organisation sind.

Daraus werden Schritte abgeleitet. Diese können dann im Typus „Wenn es eng wird, arbeite ich noch viel mehr“ oder in einer strategischen Überarbeitung des Geschäftsmodells beziehungsweise des Produktportfolios münden.

Krisen halten uns einen Spiegel vor

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass gerade Krisenzeiten einen Spiegel hinhalten und dazu einladen, im Kontakt zu reflektieren und sich bewusst zu machen, was die eigenen Aktivitätsimpulse sind. Darauf basierend lassen sich auch andere Handlungsoptionen beleuchten.

Neue Handlungsoptionen entstehen durch Reflexion

Dafür eignet sich sehr gut das Coaching-Gespräch mit einem erfahrenen Gegenüber.

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Bernd Trautwein

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